Jetzt gehts direkt um unser Gespartes! Griechenland zahlt nicht!

Tobias Heinz's picture

Update 30. Oktober 2011: Verloren! Alle, die so trottelig waren und den Griechen Geld geliehen haben, wissen nun: sie sehen nur noch die Hälfte davon wieder. Eingerichtet wird nun eine "Fazilität", die neue Schulden macht, um die alten Schulden der EU Länder umzuschulden. Also mehr vom Gleichen. Wer dem EFSF Geld leiht ist in ein paar Jahren genauso dran, wie diejenigen, die heute so blöd waren, Griechenland noch Geld zu leihen.

Welch ein Wahnsinn. Was unsere Führungskräfte in Politik und Wirtschaft an Zeit und Aufwand in die Bewältigung von Schulden fremder Nationen investieren müssen! Sollten sich die Herren, die zum Teil auf das Wohl des deutschen Volkes vereidigt sind, sich nicht vor allem um das Wohl des deutschen Volkes dann auch kümmern? Und nicht nur die Führungskräfte verplempern ihre Zeit, wir alle müssen unter den Fehlern anderer leiden! Und dann die Inkompetenz der Presse (das Tier), die die griechische Krise und das völlig unverantwortliche Finanzgebaren korrupter Regierungen wirtschaftlich schwacher Staaten als Hebel nutzt, um eine eigene, linke Agenda zu verfolgen und uns mit völlig neuen Weisheiten zu erziehen:

Ein Beispiel aus der BR2 Radiowelt - und wieder einmal AgitProp vom Feinsten - im Kommentar stellte der Mitarbeiter des öffentlich-rechtlichen Rundfunks Staatsanleihen als Wette dar, bei der man sich nicht wundern müsse, wenn man verliert! Das ist mal etwas völlig neues. Ich verleihe Geld an den Staat - und jetzt soll das eine Wette sein? Wenn ich etwas verleihe, ist das ein Vertrag, den beide Seiten einzuhalten haben, mitnichten eine Wette! Wir lernen: aufpassen und keine deutschen Staatsanleihen mehr kaufen!

Gerade haben uns die selbsternannten BWL-Experten des öffentlich-rechtlichen Rundfunks einzureden versucht, daß wir für das Alter doch bitte nicht mit Darlehen für unseres Nachbarn klein Häuschen (Subprime-Kredite) vorsorgen sollen, sondern was Sicheres zu suchen hätten - da brechen Staaten zusammen, die den Euro als Freibrief für Wohltaten für ihre Bevölkerung verstanden hatten. Und schwupps werden wir informiert, daß auch das Verleihen von Geld an einen Staat eher ein Spiel denn ein Vertrag ist. Aufpassen: wenn das so ist, dann gilt das auch für die immer weiter steigenden Schulden Deutschlands. Rechnet man die Nettokreditaufnahme der letzten 15 Jahre einfach mal weiter, stehen wir 2019 trotz der Schuldenbremse exakt genauso da wie heute Griechenland.

Wenn ich also heute darauf verzichte, mein Geld zu verkonsumieren, zu verjuxen und zu verjubeln, sondern sparen möchte und es dann verleihe (sprich: anlege) und mit einem Schuldner einen Kreditvertrag schließe, den dieser aus freien Stücken annimmt um an mein Geld zu kommen, dann habe ich doch wohl auch einen Anspruch darauf, mein Geld wieder zurückzubekommen.

Meiner Tochter habe ich neulich erklärt: Wenn Sie zwei Euro Taschengeld in der Hand hat und vor der Wahl steht sich einen Lutscher zu kaufen oder das Geld einem Klassenkameraden zu leihen, was würde sie dann tun? Was würde sie nun denken, wenn sie das Geld dem Klassenkameraden liehe und der sich dann einen Lutscher davon kaufte? Was würde sie denken, wenn der Klassenkamerad ihr dann eröffnen würde, daß er die zwei Euro nur zum Teil oder gar nicht zurückzahlen würde?

Hr. Schäuble spricht heute davon, auch den privaten Sektor an den Schulden Griechenlands zu beteiligen: was er meint, ist, daß wir einen Teil unserer Bausparverträge, Lebensversicherungen und Sparguthaben den Griechen schenken müssen. Danke!

Wann wird endlich einmal davon gesprochen, wofür sich die Griechen unser Geld seinerzeit ausgeliehen haben? Woher die enormen Defizite stammen? Hier geht es nicht um Solidarität! Die Griechen sind ein souveränes Volk, daß souveräne Entscheidungen getroffen hat und jetzt bitte auch souverän für die eigenen Fehler Verantwortung übernehmen muß. Jeder Mitbürger, der sich überschuldet hat, kann davon ein Lied singen. Ein Prinzip der Demokratie ist doch bisher immer gewesen, daß ein Volk dafür büßen muß, wenn es nicht rechtzeitig die richtige Regierung gewählt hat oder durch Wahlen, Streiks etc. die Regierung dazu gezwungen hat, nicht nachhaltig zu wirtschaften. Daß dieses einfache Prinzip jetzt im Falle der überschuldeten Staaten in Europa außer Kraft gesetzt wird und dann auch noch "Solidarität" genannt wird - das ist eine Frechheit!

Ich möchte auf jeden Fall, daß die Griechen ihre Verträge einhalten und das Geld, das sie sich geliehen haben auch vertragsgemäß mit den vereinbarten Zinsen in der vereinbarten Zeit zurückzahlen. Die wollten damals mein Geld haben und wollen in Zukunft auch noch mehr von mir borgen - dann müssen sie sich an die Verträge halten oder dürfen sich nicht wundern, wenn ich ihnen mein Sauerverdientes nicht mehr leihe!